Leitbild

Zugpferd e.V. – Leitbild

Wir, das ist der Verein Zugpferd e.V., haben uns zum Ziel gesetzt, benachteiligten Jugendlichen beim Start in das Berufsleben zu helfen und zu unterstützen.

Wir haben Achtung vor der persönlichen Würde jedes Menschen mit all seinem kulturellen, familiären und persönlichen Hintergrund. Die männlichen und weiblichen Jugendlichen und Jungerwachsenen begleiten wir durch ihre Krisen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Sozialisation.

Der Verein Zugpferd e.V. fasst zwei Bereiche, die Sozialpädagogik und die  (Berufs-) Bildung zu einer Gemeinschaft zusammen und schafft damit für die Jugendliche und junge Erwachsene ein vielfältiges, ganzheitliches und prozessorientiertes Entwicklungsangebot. Der Verein Zugpferd e.V. möchte ihre Selbsthilfekräfte mobilisieren. Dem Leitsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ kommt bei der Gestaltung des Arbeitsalltags im Mühlheimer Stadtwald eine wichtige Bedeutung zu. Den Jugendlichen, aber auch den Mitarbeitern, wird damit sehr viel Verantwortung für sich selbst und für die ganze Gemeinschaft zugemutet.

Es wird von uns als kreative Herausforderung verstanden, zusammen mit den Jugendlichen einen anderen Lebenssinn und positiv orientierte Verhaltensalternativen zu erarbeiten. Wir setzen Grenzen und Normen, geben gleichzeitig neue Orientierungsmöglichkeiten und fordern den Jugendlichen dazu auf, neue Verhaltensstrategien zu entwickeln und anzuwenden. Unsere Angebote schaffen die Möglichkeit individueller Entwicklung, wobei der Jugendliche während seines Aufenthaltes bei uns eine längerfristig tragende berufliche Orientierung finden soll.

Durch das Erlernen eines neuen Arbeitsverhaltens, dem Entwickeln und der Umsetzung von Arbeitstugenden wird dem Jugendlichen der Übergang  aus einer Maßnahme in eine berufliche Tätigkeit ermöglicht. Die eigene berufliche Tätigkeit bildet für die meisten Menschen die Grundlage der wirtschaftlichen und sozialen Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Das Ausüben eines Berufes ist zentrale Voraussetzung für das  eigenständige, selbstverantwortliche Leben und verschafft dem Jugendlichen einen unabhängigen Status in der Gesellschaft.

 

Der Lern- und Arbeitsbereich  des Vereins soll die Arbeitswelt spiegeln und sich klar von der Freizeit (d.h.  Nichtarbeitszeit) unterscheiden. Der Auftrag der Fachanleiter ist es, in ihren Bereichen eine möglichst optimale Lernsituation herzustellen.

Bestimmende Faktoren sind:

  • Ein durch Wohlwollen geprägtes Arbeitsklima
  • Ein Führungsstil, der es erlaubt, dass sich der Einzelne entfalten und Mitverantwortung übernehmen kann
  • Ein durch Verständnis und Geduld geprägtes Arbeitsklima
  • Eine Auftragslage, die es ermöglicht, ein breites Spektrum an verschiedenen Arbeitsabläufen anbieten zu können, so dass keine Monotonie entsteht.

Zugleich soll eine gewisse Arbeitsrealität in Form von einzuhaltenden Terminen, Vorstellungen vom Preis, resp. Wert der eigenen Arbeit vermittelt werden. Wenn Produkte einen Gebrauchswert darstellen, vermittelt das größere Erfolgserlebnisse als bloße Übungsstücke.

 

Insgesamt betrachtet, versucht der Verein Zugpferd e.V. also mit seiner Arbeit  den Jugendlichen in seiner Ganzheit anzunehmen – das heißt mit seiner Persönlichkeit und seinem Umfeld - und mit ihm in freiwilliger Zusammenarbeit die Bedingungen zu schaffen, in denen Entwicklungsprozesse und Verhaltensänderungen  gefördert werden, mit welchen der Jugendliche selbst leben kann und von der Gesellschaft, in der er lebt, akzeptiert wird, weil es ihm gelingt, eine selbstverantwortliche, wirtschaftliche und soziale Selbständigkeit zu erlangen.

Die Sozialpädagogik

Die Entwicklungs- und Reifungsdefizite der jungen Menschen zu beheben ist unsere zentrale Aufgabe. Wir glauben, dass Entwicklung und Wachstum durch authentische Begegnungen und soziales Lernen gefördert wird. Der Hilfe zur Selbsthilfe, im Sinne einer Selbstorganisation unter den Jugendlichen, messen wir einen großen Wert bei. Wir stellen ihnen somit das Rüstzeug zur Verfügung, das sie zur (Re-)Sozialisierung und (Re-) Integration benötigen.

Unser wesentliches sozialpädagogisches Instrument ist die Beziehung zu den Jugendlichen. Diese gestalten wir durch die Vermittlung von verschiedenen Kulturtechniken, durch das Ziehen und Halten von Grenzen in den täglichen Begegnungen, im Vermitteln von konstruktiven Konfliktlösungsmethoden und im Erteilen und Kontrollieren von vielfältigen Aufgaben, welche entwicklungsfördernd sind.

Die Mitarbeiter des Vereins bieten tragfähige und klare Beziehungen an, die Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Diese bilden die Basis für Begegnungen unter anderem in den Auseinandersetzungen bei Konflikten.

Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen handeln in einer Vorbildfunktion. An ihnen werden Werte, Normen, Regeln aber auch Schwächen und Stärken gemessen. Deshalb gilt für unsere MitarbeiterInnen,  dass das modellhafte Vorleben ein wesentlicher Bestandteil der sozialpädagogischen Tätigkeiten überhaupt ist.

Unsere Arbeit orientiert sich an den Grundsätzen der Hilfe zur Selbsthilfe und sorgt für eine lebendige Vielfalt von sozialen Lernfeldern unter den Jugendlichen. Dabei soll die persönliche Autonomie, die soziale Kompetenz und das Wahrnehmen eigener Gefühle gefördert, aber auch Fehlverhalten korrigiert werden. Unsere Interventionen und Handlungen sind ressourcenorientiert.

Die Sozialpädagogik gestaltet einen Rahmen, in dem die Jugendlichen in einer Gruppe neue Lebenserfahrungen sammeln können, aber auch ein Lernfeld, in dem Begegnungen in all ihren Facetten wie Freud, Spaß, Lust aber auch Leid und Trauer erlebt und ausgedrückt werden dürfen. Die Sozialpädagogik achtet auf verbale und nonverbale Kommunikation und greift Konflikte und Probleme unter den Jugendlichen auf.

Die Regeln und Strukturen der Institution bieten den Rahmen für die tägliche Arbeit mit den Adoleszenten. Diese Regeln und Strukturen wollen wir aufrechterhalten und nötigenfalls mit allen Konsequenzen verteidigen.

Wir befürworten eine absolut gewaltfreie (physische, psychische, strukturelle) Lösung von Konflikten und achten auf Mechanismen wie Unterdrückung und Missbrauch von Macht.

Die sozialpädagogischen Instrumente sind: Rückblicke, Einzelgespräche, Meetings, Teamarbeit, Freizeit- und Kulturprojekte. Ein realistischer Umgang mit Geld schafft Bezug zur aktuellen finanziellen Lage und zur notwendigen Einschätzung der jeweiligen Möglichkeiten des Jugendlichen. Die Übertragung von Verantwortung, gemessen an dem Entwicklungsstand des Jugendlichen, fördert seine persönliche und soziale Verantwortung. Die Tagesstruktur, wie pünktliches Erscheinen am Morgen, Arbeitszeiten, Essenszeiten, usw., hilft den Jugendlichen, sich an einen geregelten Rhythmus zu gewöhnen, um den normativen Ansprüchen der Arbeitswelt und des Alltagslebens gerecht zu werden.

Arbeit und Lernen

Zentral für die Arbeit des Vereins steht die Förderung persönlicher Entwicklungsprozesse und Heranführung an die Arbeit und das Arbeitsleben sowie an eine Berufsausbildung in den verschiedenen Lernfeldern/Arbeitsbereichen des Vereins: Forstwirtschaft und Naturschutz; Handwerk und Instandsetzung; Tierversorgung und-pflege sowie Küche und Hauswirtschaft. Diese Heranführung ist als Teil der Jugendförderung in der Einrichtung fest verankert. Arbeit ist in den modernen arbeitsteiligen Gesellschaften weit mehr als ein Broterwerb, sie ist auch – für Mädchen und Jungen gleichermaßen, wenngleich in genderspezifischer Ausprägung- eine „Säule persönlicher Identität“ und ein notwendiges Element eines tragfähigen Selbsterlebens und Selbstwertgefühls. Arbeit dient natürlich auch dazu, dass der Jugendliche sein Leben zu strukturieren und zu planen lernt, die Kooperation mit anderen handhaben kann und auf diese Weise seine Zukunft auch selbstverantwortlich wirtschaftlich sichern kann.

Geht man davon aus, dass die in Familie, im sozialen Umfeld  und Schule erfahrene Sozialisation unserer Jugendlichen – ganz global betrachtet – als defizitär oder negativ angesehen werden muss (Erfahrungen von Entwertung, Vernachlässigung, Enttäuschung, Ablehnung und auch oft von körperlicher oder sexueller Gewalt geprägt, sei es in der Familie, in der Schule oder dem sonstigen sozialen Umfeld und mikroökologischen Milieu, in welchem sie als Kinder herangewachsen sind), so wird deutlich, dass für diesen Personenkreis eine Arbeitsheranführung als Kernstück beruflicher Sozialisation sehr viel mehr bedeuten muss, als bloße Aneignung der für die Berufsausübung notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten. Es handelt sich vielmehr zugleich um das Erlernen „abstrakter Arbeitsfähigkeiten“ (Kompetenzen) wie z. B. Aufmerksamkeit, Verantwortung, technisches Verständnis und Reaktionsgeschick, Zuverlässigkeit, Organisationsgeschick, Fähigkeit der Menschenbehandlung, Überblick und Selbstkontrolle als auch „konkreter Arbeitsfertigkeiten“ wie der Vollzug handwerklich-technischer Aufgaben, Exaktheit der Arbeit, Beherrschung des Tempos usw.

Die erworbenen Fähigkeiten/Wissen und Fertigkeiten/Können dienen nicht nur als Schlüssel einer eigenständigen, selbstverantwortlichen späteren Lebensgestaltung, sondern setzen erhebliche motivierende Kräfte frei, üben die Willensfähigkeiten , indem sie den Jugendlichen durch entsprechende Aufgaben Erfolgserlebnisse vermitteln, ihn ermutigen und somit „Auftrieb“ geben, um zu seiner inneren Stabilisierung, einem guten Selbstwertgefühl und Identitätserleben beitragen.

Die Schwerpunkte der Arbeitsheranführung liegen also hier im Bereich der Vermittlung von Wissen und Handfertigkeiten, im Erfahren und Akzeptieren von Normen in Bezug auf Pünktlichkeit, Effizienz, Ordnung und Logik von Arbeitsabläufen. Das Ziel besteht darin, dies den Jugendlichen auf den Weg in Arbeit oder Ausbildung mitzugeben. Dadurch geben wir ihnen eine soziale und ökonomische Basis für ihre Zukunft und verhelfen zu einem wichtigen Erfolgserlebnis.

Alle Mitarbeiter, Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätige des Vereins haben die Aufgabe, sich laufend an den Zielsetzungen des, den der Vereinsarbeit, zugrundeliegenden Konzeptes und unseres Leitbildes zu orientieren und an ihnen mitzuwirken, indem sie an den entsprechenden Foren teilnehmen und Kontakte zu den übrigen Bereichen unterhalten. Ebenso obliegt es ihrer Verantwortung, sich fortzubilden, um sich so auf den Wissensstand zu halten, der für die Ausbildung ihrer Tätigkeit nötig ist.

Der Lern- und Arbeitsbereich  des Vereins soll die Arbeitswelt spiegeln und sich klar von der Freizeit (d.h.  Nichtarbeitszeit) unterscheiden. Der Auftrag der Fachanleiter ist es, in ihren Bereichen eine möglichst optimale Lernsituation herzustellen.

Bestimmende Faktoren sind:

  • Ein durch Wohlwollen geprägtes Arbeitsklima
  • Ein Führungsstil, der es erlaubt, dass sich der Einzelne entfalten und Mitverantwortung übernehmen kann
  • Ein durch Verständnis und Geduld geprägtes Arbeitsklima
  • Eine Auftragslage, die es ermöglicht, ein breites Spektrum an verschiedenen Arbeitsabläufen anbieten zu können, so dass keine Monotonie entsteht.

Zugleich soll eine gewisse Arbeitsrealität in Form von einzuhaltenden Terminen, Vorstellungen vom Preis, resp. Wert der eigenen Arbeit vermittelt werden. Wenn Produkte einen Gebrauchswert darstellen, vermittelt das größere Erfolgserlebnisse als bloße Übungsstücke.

Insgesamt betrachtet, versucht der Verein Zugpferd e.V. also mit seiner Arbeit  den Jugendlichen in seiner Ganzheit anzunehmen – das heißt mit seiner Persönlichkeit und seinem Umfeld - und mit ihm in freiwilliger Zusammenarbeit die Bedingungen zu schaffen, in denen Entwicklungsprozesse und Verhaltensänderungen  gefördert werden, mit welchen der Jugendliche selbst leben kann und von der Gesellschaft, in der er lebt, akzeptiert wird, weil es ihm gelingt, eine selbstverantwortliche, wirtschaftliche und soziale Selbständigkeit zu erlangen.

Die Sozialpädagogik

Die Entwicklungs- und Reifungsdefizite der jungen Menschen zu beheben ist unsere zentrale Aufgabe. Wir glauben, dass Entwicklung und Wachstum durch authentische Begegnungen und soziales Lernen gefördert wird. Der Hilfe zur Selbsthilfe, im Sinne einer Selbstorganisation unter den Jugendlichen, messen wir einen großen Wert bei. Wir stellen ihnen somit das Rüstzeug zur Verfügung, das sie zur (Re-)Sozialisierung und (Re-) Integration benötigen.

Unser wesentliches sozialpädagogisches Instrument ist die Beziehung zu den Jugendlichen. Diese gestalten wir durch die Vermittlung von verschiedenen Kulturtechniken, durch das Ziehen und Halten von Grenzen in den täglichen Begegnungen, im Vermitteln von konstruktiven Konfliktlösungsmethoden und im Erteilen und Kontrollieren von vielfältigen Aufgaben, welche entwicklungsfördernd sind.

Die Mitarbeiter des Vereins bieten tragfähige und klare Beziehungen an, die Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Diese bilden die Basis für Begegnungen unter anderem in den Auseinandersetzungen bei Konflikten.

Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen handeln in einer Vorbildfunktion. An ihnen werden Werte, Normen, Regeln aber auch Schwächen und Stärken gemessen. Deshalb gilt für unsere MitarbeiterInnen,  dass das modellhafte Vorleben ein wesentlicher Bestandteil der sozialpädagogischen Tätigkeiten überhaupt ist.

Unsere Arbeit orientiert sich an den Grundsätzen der Hilfe zur Selbsthilfe und sorgt für eine lebendige Vielfalt von sozialen Lernfeldern unter den Jugendlichen. Dabei soll die persönliche Autonomie, die soziale Kompetenz und das Wahrnehmen eigener Gefühle gefördert, aber auch Fehlverhalten korrigiert werden. Unsere Interventionen und Handlungen sind ressourcenorientiert.

Die Sozialpädagogik gestaltet einen Rahmen, in dem die Jugendlichen in einer Gruppe neue Lebenserfahrungen sammeln können, aber auch ein Lernfeld, in dem Begegnungen in all ihren Facetten wie Freud, Spaß, Lust aber auch Leid und Trauer erlebt und ausgedrückt werden dürfen. Die Sozialpädagogik achtet auf verbale und nonverbale Kommunikation und greift Konflikte und Probleme unter den Jugendlichen auf.

Die Regeln und Strukturen der Institution bieten den Rahmen für die tägliche Arbeit mit den Adoleszenten. Diese Regeln und Strukturen wollen wir aufrechterhalten und nötigenfalls mit allen Konsequenzen verteidigen.

Wir befürworten eine absolut gewaltfreie (physische, psychische, strukturelle) Lösung von Konflikten und achten auf Mechanismen wie Unterdrückung und Missbrauch von Macht.

Die sozialpädagogischen Instrumente sind: Rückblicke, Einzelgespräche, Meetings, Teamarbeit, Freizeit- und Kulturprojekte. Ein realistischer Umgang mit Geld schafft Bezug zur aktuellen finanziellen Lage und zur notwendigen Einschätzung der jeweiligen Möglichkeiten des Jugendlichen. Die Übertragung von Verantwortung, gemessen an dem Entwicklungsstand des Jugendlichen, fördert seine persönliche und soziale Verantwortung. Die Tagesstruktur, wie pünktliches Erscheinen am Morgen, Arbeitszeiten, Essenszeiten, usw., hilft den Jugendlichen, sich an einen geregelten Rhythmus zu gewöhnen, um den normativen Ansprüchen der Arbeitswelt und des Alltagslebens gerecht zu werden.

Arbeit und Lernen

Zentral für die Arbeit des Vereins steht die Förderung persönlicher Entwicklungsprozesse und Heranführung an die Arbeit und das Arbeitsleben sowie an eine Berufsausbildung in den verschiedenen Lernfeldern/Arbeitsbereichen des Vereins: Forstwirtschaft und Naturschutz; Handwerk und Instandsetzung; Tierversorgung und-pflege sowie Küche und Hauswirtschaft. Diese Heranführung ist als Teil der Jugendförderung in der Einrichtung fest verankert. Arbeit ist in den modernen arbeitsteiligen Gesellschaften weit mehr als ein Broterwerb, sie ist auch – für Mädchen und Jungen gleichermaßen, wenngleich in genderspezifischer Ausprägung- eine „Säule persönlicher Identität“ und ein notwendiges Element eines tragfähigen Selbsterlebens und Selbstwertgefühls. Arbeit dient natürlich auch dazu, dass der Jugendliche sein Leben zu strukturieren und zu planen lernt, die Kooperation mit anderen handhaben kann und auf diese Weise seine Zukunft auch selbstverantwortlich wirtschaftlich sichern kann.

 

Geht man davon aus, dass die in Familie, im sozialen Umfeld  und Schule erfahrene Sozialisation unserer Jugendlichen – ganz global betrachtet – als defizitär oder negativ angesehen werden muss (Erfahrungen von Entwertung, Vernachlässigung, Enttäuschung, Ablehnung und auch oft von körperlicher oder sexueller Gewalt geprägt, sei es in der Familie, in der Schule oder dem sonstigen sozialen Umfeld und mikroökologischen Milieu, in welchem sie als Kinder herangewachsen sind), so wird deutlich, dass für diesen Personenkreis eine Arbeitsheranführung als Kernstück beruflicher Sozialisation sehr viel mehr bedeuten muss, als bloße Aneignung der für die Berufsausübung notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten. Es handelt sich vielmehr zugleich um das Erlernen „abstrakter Arbeitsfähigkeiten“ (Kompetenzen) wie z. B. Aufmerksamkeit, Verantwortung, technisches Verständnis und Reaktionsgeschick, Zuverlässigkeit, Organisationsgeschick, Fähigkeit der Menschenbehandlung, Überblick und Selbstkontrolle als auch „konkreter Arbeitsfertigkeiten“ wie der Vollzug handwerklich-technischer Aufgaben, Exaktheit der Arbeit, Beherrschung des Tempos usw.

Die erworbenen Fähigkeiten/Wissen und Fertigkeiten/Können dienen nicht nur als Schlüssel einer eigenständigen, selbstverantwortlichen späteren Lebensgestaltung, sondern setzen erhebliche motivierende Kräfte frei, üben die Willensfähigkeiten , indem sie den Jugendlichen durch entsprechende Aufgaben Erfolgserlebnisse vermitteln, ihn ermutigen und somit „Auftrieb“ geben, um zu seiner inneren Stabilisierung, einem guten Selbstwertgefühl und Identitätserleben beitragen.

Die Schwerpunkte der Arbeitsheranführung liegen also hier im Bereich der Vermittlung von Wissen und Handfertigkeiten, im Erfahren und Akzeptieren von Normen in Bezug auf Pünktlichkeit, Effizienz, Ordnung und Logik von Arbeitsabläufen. Das Ziel besteht darin, dies den Jugendlichen auf den Weg in Arbeit oder Ausbildung mitzugeben. Dadurch geben wir ihnen eine soziale und ökonomische Basis für ihre Zukunft und verhelfen zu einem wichtigen Erfolgserlebnis.

Alle Mitarbeiter, Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätige des Vereins haben die Aufgabe, sich laufend an den Zielsetzungen des, den der Vereinsarbeit, zugrundeliegenden Konzeptes und unseres Leitbildes zu orientieren und an ihnen mitzuwirken, indem sie an den entsprechenden Foren teilnehmen und Kontakte zu den übrigen Bereichen unterhalten. Ebenso obliegt es ihrer Verantwortung, sich fortzubilden, um sich so auf den Wissensstand zu halten, der für die Ausbildung ihrer Tätigkeit nötig ist.


 

Zugpferd e.V. - Lämmerspieler Straße 109 - 63165 Mühlheim - Telefon: 06108/708678 - Mail: info@zugpferd-ev.de

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